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Warmtage und Warntage

Pias Potpourri September 2023





Mancher will nicht akzeptieren, dass der Sommer nun zu Ende ist. Und woran liegt das? Es gab noch keine entsprechende Warnung.

Denn der September ist neuerdings nicht nur Warmtagsmonat, sondern vor allem Warntagsmonat. Diesmal wurden 97 Prozent der Bundesbürger erfolgreich gewarnt – allerdings weder vor der Entlassung von Bundestrainer Hansi Flick noch vor der Trennung der Guttenbergs. Sondern einfach nur so.

Aber natürlich sind diese Tests nötig. Ist es doch heute gar nicht leicht, als Katastrophe überhaupt noch aufzufallen. Wenn in Marokko die Erde bebt, Libyen überschwemmt und Berg-Karabach erobert ist, könnte etwa fast untergehen, dass Bundeskanzler Olaf Scholz beim Joggen gestürzt ist. Plumps statt Wumms! So viel Temperament hätten ihm viele gar nicht zugetraut. Sehr böse Zungen meinen allerdings, dass sein Auftritt mit Augenklappe im Parlament nur eine Inszenierung des Sprichworts war: „Unter Blinden ist der Einäugige König.“

Tatsächlich zeigt sein Fall, dass vor Joggen und Spaziergängen gewarnt werden muss. Diese Aktivitäten führen manchmal zu Unfällen – meistens aber zu längerer Lebenserwartung. Das ist noch schlimmer, belastet diese doch Rentenkassen und Wohnungsmarkt. Denn wer lebt, will verrückterweise leider auch wohnen. Beim Wohnungsgipfel der Ampel ist dieses Problem, vor dem nie explizit gewarnt wurde, erstmals richtig aufgefallen.

Besonders dringend gewarnt werden muss allerdings vor Bayern. Gibt es doch an dessen Grenzen zu anderen Bundesländern trotz Migrationsdebatten keine Kontrollen! Dabei reisen zur Internationalen Automobilausstellung IAA und zum Oktoberfest stets viele ein, die nicht Bayerns Landessprache beherrschen. Dann wissen sie womöglich nicht mal, ob sie beim Oktoberfest sind („Ozapft is!“) oder ob bei der IAA die Elektromobilität beschrieben wird „Aufglod is“ („Es ist aufgeladen“) . Und selbst CDU-Chef Friedrich Merz ist sich der größten Gefahr nicht bewusst: Fremde können sich an einer harten Brezn die Zähne ausbeißen und Bayern die Zahnarzttermine wegnehmen!

Anderswo ist man mit dem Reinlassen nicht so großzügig. Ungarn etwa zögert, Schweden in die Nato zu lassen. Dabei werden schwedische Fachkräfte im Militärbündnis gebraucht! Müssten doch, wenn schwedische Möbelhäuser involviert wären, nicht mehr komplette Panzer in Kriegsgebiete geliefert werden, sondern es gäbe Panzer-Sets mit lustigen Namen wie „Kanöön“ zum Selbstzusammenbauen. Und dann hätte in der Weltpolitik bald niemand mehr eine Schraube locker. Sondern (Scherzwarnung!) höchstens einen Inbusschlüssel.

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